Hauptversammlung 2017

 

Fast wie ein Ankerbild … Marlies Janz, Gossliwil;
rechts die Schwestern (v.l.) Ruth Siegenthaler, Mühledorf, Hilda Weibel, Aetingen, Katrin Wyss, Brügglen, und Therese Strausak, Lüterkofen, ursprünglich Geschwister Affolter von Brügglen

 

Auch Grossmütter können tagsüber nicht an Versammlungen gehen

An der Hauptversammlung der Landfrauen Bucheggberg war die Frage, abends statt nachmittags zu tagen, ein grosses Thema.

Lüterswil. Rund 120 Bäuerinnen und Landfrauen versammelten sich am letzten sonnigen Donnerstagnachmittag in der Mehrzweckhalle. Die Sonne hatten sie hineingetragen in Form von Frühlingsblühern, die in Blechbüchsen steckten. Selbstverständlich waren die Blechbüchsen umgewandelt worden, und zwar in reich verzierte Krönchen, jedes fantasievoll und verschieden von Biezwilerinnen und Schnottwilerinnen geschmückt. Marlise Stuber, Präsidentin Landfrauenverein Bucheggberg (LFVBB), freute sich, dass in Karin Hofer ein neues Vorstandsmitglied gefunden werden konnte. „Sie las in der Zeitung, dass wir eine junge aktive Frau suchen“, erzählte sie, „und Karin meldete sich spontan.“

Vom Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV) wurde die Sektion LFVBB für ein Pilotprojekt ausgewählt. Dieses sieht vor, eine Mitgliederdatenbank zu erstellen von allen eingetragenen Bäuerinnen und Landfrauen bei den kantonalen Verbänden und den Bezirksvereinen. Die Sicherung des Datenschutzes sei abgeklärt worden. Die anwesende kantonale Präsidentin, Rita Hänggi, unterstützt den Schritt des SBLV: „Auch wir als kantonaler Verein kennen nur die Anzahl der Mitglieder, aber nicht deren Namen und Adressen“, hielt sie fest. „Dabei wäre es einfacher, sicherer und schneller, Informationen direkt vom Verband per Mail an die Basis zu verteilen.“

Das Thema, das am längsten zu reden gab, war der Antrag des Vorstandes, die HV 2018 probeweise auf den Abend zu verschieben. „Viele unserer jüngeren Mitglieder arbeiten auswärts und können und wollen nicht einen Ferientag nehmen, um an unsere Versammlung zu kommen“, erklärte Marlise Stuber. „Zudem haben wir bei uns viele Grossmütter, die ihre Enkel hüten und diese nicht einfach „weitergeben“ wollen.“ Mehrere Frauen meldeten sich mit Vorschlägen; schliesslich ergab sich eine Zustimmung von sozusagen 100 Prozent, weil sich nur eine Frau der Stimme enthielt.

Nach dem offiziellen Teil referierte Imageberaterin Christina Güdel über „Kleider machen Leute?“ Sie habe extra ein Fragezeichen gesetzt am Ende, sagte sie, und erläuterte aufgrund von Bildern, weshalb die Aussage nicht von vornherein zutreffe. Nach dem Vortrag servierten die organisierenden Frauen ein traumhaftes Risotto. (Benildis Bentolila)